Seitlicher Text: "Im Osthafen ist das modernste Kühlhaus Europas. Es faßt 160 000 Zentner Gefriergut und ist für die Ernährung der Weltstadt von größter Wichtigkeit."
Das Gebäude wurde 1929 errichtet und gehörte zur Leipziger Kühltransit-AG. Der Bau wurde 1940 zur Kriegsvorbereitung "verdoppelt" (siehe Bild des Landesdenkmalamtes).
Die Bauern wurden selbst zur Schlachtbank geführt und konnten so ihr Vieh nicht mehr betreuen, Lebensmittelreserven wurden für den "Blitzkrieg" eingelagert.
Dieser Vorgang wird auch für den ersten Weltkrieg in dem Buch "Vom Laufburschen zum Kühlhausdirektor " beschrieben, das 1929 erschien und vom Kühlhausdirektor des Kühlhauses Zentrum am Alexanderplatz , Otto Teske, handelt.
Die Kälteanlagen wurden um 1970 durch die Hallesche Maschinenfabrik erweitert.
Der Umbau zum Bürohaus erfolgte 2002.
Der Denkmalschutz ist wegen der auf beiden Gebäudeseiten aufgebrochenen Fassaden nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ging doch der Hinweis der speziellen Bauweise eines Kühlhauses dadurch verloren.
Immerhin zeigt das Ergebnis aber das es möglich ist ein Kühlhaus umzunutzen.
Interessant auch, das der heutige Niederlassungsleiter für Berlin-Brandenburg (Ab 2011 Niederlassung NORD) der TLG Immobilien GmbH Jörg R. Lammersen zur damaligen Zeit bei der IVG tätig war, die die Kühlhäuser sanieren ließ.
Heute soll eine Umnutzung der ältesten Hochkühlhäuser Europas an der Spree (Baujahr 1896) nicht möglich sein?
Die Kühlhäuser auf dem Grundstück Köpenicker Straße wurden zudem auch noch länger bewirtschaftet als die Kühlhäuser am Osthafen.